BEZIRKSSONDERSCHAU IM KCD BEZ. 5 NRW

Die Bezirkssonderschau im KCD Bez. 5 ist für viele Kingtaubenzüchter der Jahreshöhepunkt einer jeden Ausstellungssaison. Vom 30. November – 01. Dezember 2019 fand die BSS in der Schützenhalle in Ense-Waltringen statt. Bereits zum siebten Mal war unser Bezirk in dem ruhigen Ortsteil der Gemeinde Ense im Kreis Soest zu Gast. Das Team um Ausstellungsleiter Hubertus Döringhoff war abermals bestens auf diese Aufgabe vorbereitet und bot den Züchtern und Ausstellern optimale Bedingungen für die Präsentation ihrer Kingtauben. Ein Meldeergebnis von 325 Kingtauben in fast allen anerkannten Farbenschlägen sowie der AOC-Klasse zeigten eindeutig, dass das Vertrauen zur Durchführung einer eigenständigen Bezirkssonderschau von Seiten der Züchterschaft klar gegeben ist.

Zum Vorjahr konnte die Meldezahl nochmals nach oben korrigiert werden. Vorzugsweise werden bei den Bezirkssonderschauen im KCD Bez. 5 geschulte Preis- und Sonderrichter des KCD eingesetzt, die eine zuchtstandsbezogene Bewertung in allen Farbenschlägen vornehmen. In diesem Jahr konnten die Sonderrichter Herbert Saliter und Konrad Huber aus dem Bezirk 1 Bayern-Süd sowie Bezirkszuchtwart Marcus Drewes für diese nicht immer einfache Aufgabe gewonnen werden. Sie bewerteten am Freitag die vorgestellten Kingtauben aus der Perspektive des KCD und bescheinigten den sehr hohen Zuchtstand mit 14 x Vorzüglich und 28 x Hervorragend, was zum Vorjahr eine deutliche Steigerung der Spitzennoten bedeutete. Das begehrte King-Band ist die höchste Auszeichnung einer jeden BSS und wurde in diesem Jahr zwölf Mal vergeben. Zusätzlich zu den King-Bändern werden in jedem Jahr vier Leistungsbänder ( 2 x Bezirksmeister, 2 x Zuchtband ) für die besten Züchter nach den bestehenden Regeln ausgespielt.

WEISS

97 Kingtauben ( Vorjahr 77 )

Den schon seit Jahren längst überfälligen Qualitätssprung konnte der weiße Farbenschlag in diesem Jahr endlich vollziehen. Nicht nur die Spitzengruppe wuchs zahlenmäßig an. Auch das zu den Jahren zuvor eher schwach besetzte Mittelfeld konnte mit zahlreichen und richtungsweisenden Kingtypen wieder vermehrt auf sich aufmerksam machen. Die breite Masse holt auf und zeigte bei über ¼ der gemeldeten Kingtauben, dass bei einem Bewertungsergebnis von 95 Punkten und mehr erfreulicherweise jede Menge Potenzial in diesem Farbenschlag steckt. Täuber mit männlicher Ausstrahlung sind zweifelsohne auf dem Vormarsch. Neben dem ausdrucksstarken Erscheinungsbild gefielen sie mit korrekten Nacken-Bein-Linien und waagerechten Körperhaltungen. Kompakte Halsaufbauten, volle und breite Stirnpartien bei freien und roten Augenrändern sind ebenso vermehrt anzutreffen wie Täuber mit typischer Verjüngung und einer leicht angehobenen Schwanzpartie. Auch die Täubinnen zeigten sich von der Durststrecke gut erholt. Überwiegend waren kurze und gut gerundete Körperformen anzutreffen. Ansprechende Kopfpunkte bei femininem Gesichtsausdruck konnten mehrheitlich gefallen. Insgesamt zeigte sich dieser Farbenschlag stark verbessert an einer festen und glatten Gefiederstruktur. Es gab aber dennoch weiterhin einige Kingtauben, die mit Einträgen in der Mängelspalte vorlieb mussten. Sie zeigten die bekannten Fehler der Vorjahre. Schmale und flache Körperformen bei den Täubern wurden weiterhin rigoros zurückgesetzt. Täubinnen mit einem breiten Schwanzgefieder, dünnen Läufen und fehlender Schnabelstärke konnten ebenfalls nicht mit einem positiven Bewertungsurteil rechnen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Züchter den eingeschlagenen Weg beibehalten und der weiße Farbenschlag sich in der Breite weiter festigt und wieder zur alten Stärke zurückfindet.

SCHWARZ

31 Kingtauben ( Vorjahr 44 )

Waren es im letzten Jahr noch die jungen schwarzen Täubinnen, die überwiegend Defizite aufzeigten, so mussten in diesem Jahr die jungen Täuber mehrheitlich mit Punktabzügen vorlieb nehmen. Hier trennte sich recht schnell die Spreu vom Weizen. Täuber, die flache und lange Körper sowie schwache Kopfpunkte zeigten, wurden weit zurückgesetzt. Auch schlanke Halsformen und röhrenartige Schenkel sind für einen harmonischen Gesamteindruck nicht von Vorteil. Unzureichend war bei einigen Jungtäubern das Körpergewicht bei der Handbewertung. Teilweise konnte nicht einmal die Untergrenze des angestrebten Idealgewichtes von 850 Gramm erreicht werden. Ist hierfür die Anzahl von zu vielen Ausstellungen in kürzester Zeit ein Grund??? Kingtauben sollten dosiert ausgestellt werden. Eine zu hohe Belastung durch Ausstellungen ist sicherlich auch für einen optimalen Gesundheitszustand nicht förderlich. Substanzvolle Körperformen mit männlichem Ausdruck zeigten aber die alten Täuber. Eine Zuchtbasis, um auch die jungen Täuber wieder in die richtige Spur zu bringen, ist also gegeben. Stark verbessert zeigten sich die schwarzen Jungtäubinnen. Gerundete Körperformen mit passender Körpertiefe und kurzen und schmalen Schwanzgefieder sind erfreulicherweise wieder auf dem Vormarsch. Feminine Köpfe mit freundlichem Gesichtsausdruck wussten ebenfalls vermehrt zu gefallen. Bei passender Körpertiefe kam eine korrekte Nacken-Bein-Linie gut zur Geltung. Ebenfalls verbessert zeigten sie sich in puncto Lauflänge und Schenkelfreiheit. Die Gruppe der alten Täubinnen gefällt schon seit Jahren mit richtungsweisenden Typen. An der geforderten schwarzen Gefiederfarbe im geschlossenen Zustand gab es bei der Sichtbewertung im Käfig keine Beanstandungen.

ROT

18 Kingtauben ( Vorjahr 14 )

Um den Zuchtstand im roten Farbenschlag auch typmäßig wieder in die richtige Spur zu bringen, wurden einige Anforderungen bei der Bewertung in Absprache mit den Züchtern vor einigen Jahren vorübergehend gelockert. Erste Früchte dieser Maßnahmen sind eindeutig zu erkennen. Ein aufgehellter Ortfedersaum bleibt, wenn er nicht mehr als 2/3 der Federlänge überschreitet, momentan bei der Bewertung unberücksichtigt. Die Aussenfahnen der Ortfeder neigen gelegentlich zu Aufhellungen. Dieses Problem haben die Züchter im Bezirk 5 aber sehr gut im Griff. Eine leicht graue Gefiederfarbe im Bauch-, Keil- und Rückengefieder wird im Wunschbereich behandelt. Ein blauer Anflug in diesen Körperteilen wird hingegen als Mangel „bestraft“ und im unteren Drittel der Bewertungskarte notiert. Lediglich ein paar Kingtauben hatten mit gräulichen Farbeinlagerungen zu kämpfen. Die Tendenz ist aber klar positiv und eine gleichmäßige intensive rote Farbe von Kopf bis zum Schwanz war bei dem überwiegenden Teil der vorgestellten Kingtauben gegeben. Eine angelaufene Schnabelfarbe gab in diesem Jahr leider wieder des Öfteren Anlass zur Kritik. Die geforderte hellhornfarbige Schnabelfarbe war in den letzten Jahren klar auf dem Vormarsch. Täubinnen mit einem leicht angelaufenen Schnabel können die Höchstnote erreichen, wobei die männlichen Gegenstücke hier allerdings nur 95 Punkte erreichen können. Je nach Schwere wurden die angelaufenen Schnäbel als Wunsch oder sogar als Mangel eingestuft. Hier gilt es den eingeschlagenen Weg aus den letzten Jahren beizubehalten. Kräftige Körperformen bei den Täubern sind vorhanden. Auch männliche Kopfpunkte mit substanzvollen Schnäbeln und freien Augen wussten zu gefallen. Die Körperhaltungen sollten auch hier waagerecht sein und das Schwanzgefieder möglichst auf eine Feder breit auslaufen. Bei Täubern, die recht lang im Rücken wirkten, kam die geforderte Nacken-Bein-Linie nicht immer optimal zur Geltung. Ansprechende Typen zeigten die Klasse der Täubinnen. Gerundete Körperformen sind vorhanden. Eine festere Gefiederstruktur ( gerade im Bindenbereich ) sowie mehr Schenkelfreiheit ist ihnen allerdings zu wünschen.

GELB

11 Kingtauben ( Vorjahr 5 )

Erfreulicherweise steigt die Zahl der gemeldeten Kingtauben im gelben Farbenschlag in den letzten Jahren wieder kontinuierlich an. Allein zum Vorjahr konnte die Stückzahl verdoppelt werden. Auch der qualitative Aufschwung war in diesem Jahr unübersehbar. In der Breite wurden kurze und verjüngte Kingtypen präsentiert, bei denen die Geschlechtserkennbarkeit klar zu erkennen war. Täuber mit männlicher Ausstrahlung zeigten substanzvolle Kopfpunkte, wobei hier allerdings auf eine bessere Sichtfreiheit geachtet werden sollte. Auch einem gerundeten Flügelschild sollte in Zukunft mehr Beachtung geschenkt werden. Die Körpertiefe stimmte aber. Die Klasse der Täubinnen überzeugte größtenteils mit ausgewogenen Körperhaltungen, kurzen und schmalen Schwanzgefieder sowie korrekten Nacken-Bein-Linien. Bei femininen Gesichtern sollte die Schnabelstärke im Ansatz aber kräftiger und hornreicher sein. Positiv zu bewerten war in der Breite die Gefiederfestigkeit. Farblich waren alle vorgestellten Kingtauben im grünen Bereich.

BRAUN

7 Kingtauben ( Vorjahr 2 )

Die Kollektionen im braunen Farbenschlag bereichern Jahr für Jahr unsere BSS. Mengenmäßig war dieser aparte Farbenschlag wieder breiter aufgestellt. Richtungsweisende Typen waren ausnahmslos anzutreffen. Gerundete Körperformen gefallen mit kräftigen Halspartien und ansprechenden Kopfpunkten. Vorzüge an einer vollen Brustpartie und einem schmalen Schwanzgefieder konnten alle vorgestellten Kingtauben für sich verbuchen. Wünschenswert sind in diesem Farbenschlag eine bessere Rückendeckung sowie eine anliegende Feder im Hals- und Keilbereich. Da wir unsere Kingtauben naturnah halten wollen, wird eine aufgehellte Farbe bei der Bewertung aufgrund von Sonneneinstrahlungen in den warmen Sommermonaten toleriert.

DOMINANT ROT

14 Kingtauben ( Vorjahr 14 )

Der dominant rote Farbenschlag konnte seinen aufstrebenden Leistungsstand zum Vorjahr nur bedingt aufrechterhalten. Da sich die farblichen Eigenschaften klar zum Vorteil verbessert haben, waren die unteren Noten zwangsläufig auf Baustellen im Typ zurückzuführen. Kingtauben, die in diesem Farbenschlag mit den geforderten farblichen Eigenschaften überzeugen, zeigen leider oftmals Defizite im Typ. Im Umkehrschluss liegt die Priorität für ein vorzügliches Bewertungsurteil bei Kingtauben aber eindeutig im Typ. Da die Kingtauben nicht zu den Farbentauben gehören und die farblichen Eigenschaften in der Bewertungsreihenfolge an letzter Stelle kommen, werden bei absoluten Typtauben kleine Zugeständnisse in der Farbe ( etwa eine leicht bläuliche Bauchfarbe ) gemacht. Das Bewertungssystem des BDRG sieht vor, das in der Rassegeflügelzucht bei der Bewertung maximal 97 Punkte vergeben werden und keine 100 Punkte. Die Farbe ist ziegelrot, das Flügelschild geschlossen OHNE Resthämmerung und die Schwanz- und Schwingenfarbe OHNE Blaustichigkeit hell bis cremefarbig. Auf die richtige Kopf- und Halsfarbe wurde bei der Bewertung ebenfalls geachtet. Hier gab es aber keine nennenswerten Probleme.

ROTFAHL-GEHÄMMERT

1 Kingtaube ( Vorjahr 6 )

Stark dezimiert zeigte sich in diesem Jahr der Farbenschlag in rotfahl-gehämmert. Die Fahne wurde in dem in der Farbgebung sehr anspruchsvollen Farbenschlag durch eine junge Täubin hochgehalten. Überzeugen konnte sie in Frontbreit und durchgehender Unterlinie sowie in Stand und Haltung. Neben der geforderten weinroten Farbe war eine klar erkennbare Hämmerung des Flügelschildes ein weiterer Vorzug. Auch die Augenfarbe konnte gefallen. Wünschenswert waren hier ein kürzerer Rücken sowie mehr Gefiederfestigkeit.

ROTFAHL MIT BINDEN

1 Kingtaube ( Vorjahr 2 )

Auch der Farbenschlag in rotfahl mit Binden konnte keinen Aufschluss über den momentanen Zuchtstand geben. Ein Alttäuber war alles, was dieser sehr ansehnliche Farbenschlag in diesem Jahr zu bieten hatte. In Körpergröße und ausgewogener Haltung gab es Einträge in der Spalte Vorzüge. Neben der weinroten Farbe wusste eine satte Bindenfarbe ebenfalls zu gefallen. Gewünscht wurde eine kürzere Hinterpartie. Als Mängel wurden ein ständig eingezogener Hals und zu tief liegende Augen eingestuft.

GELBFAHL-DUNKELGEHÄMMERT/GELBFAHL-GEHÄMMERT

3 Kingtauben ( Vorjahr 6 )

Leider stagniert die Meldezahl in dieser Farbschlagsgruppe in den letzten Jahren. Die Qualität der vorgestellten Kingtauben konnte dennoch weiterhin überzeugen. Substanzvolle Körperformen sind vorhanden, die in Frontbreite, waagerechter Körperhaltung sowie gewünschter Körpertiefe Pluspunkte sammeln konnten. Erwähnenswert ist hier die Knochenstärke, die als wichtiger Baustein für ein passendes Fundament bei massiven Körperformen unumgänglich ist. Beide Farbenschläge konnten mit voller bzw. gleichmäßiger Hämmerung ( je nach Farbenschlag ) des Flügelschildes überzeugen. Die Grundfarbe stimmte ebenfalls. Verbesserungswürdig waren in diesem Jahr die Kopfpunkte. Bei freien und gut sichtbaren Augenrändern würden ihnen ein kräftigerer Schnabelansatz sowie eine harmonischere Nackenlinie besser zu Gesicht stehen. Kopfbreite und Stirnfülle konnten aber gefallen.

GELBFAHL MIT BINDEN

2 Kingtauben ( Vorjahr 6 )

Auch die farblichen Verwandten zu den gehämmerten Varianten mussten zahlenmäßig ebenfalls einen Rückschlag verkraften. Die Qualität der gezeigten Kingtauben gefiel aber auch hier mit sehr guten Rasseeigenschaften. Körpergröße und –tiefe wurden positiv bewertet. Hier stimmten die Kopfpunkte. Auch die hellhornfarbige Schnabelfarbe wurde positiv bewertet. Eine reine Schildfarbe mit getrennter und durchgehender Bindenführung war für diesen Verdünntfarbenschlag ebenso beispielhaft wie eine satte + gelbe Grundfarbe. Auch in diesem Farbenschlag ist die Knochenstärke zu erwähnen. Ein 11er Bundesring ist OHNE abzukippen absolut angebracht. Wünschenswert waren eine etwas kürzere Hinterpartie und ein schmaleres Schwanzgefieder.

BLAU-DUNKELGEHÄMMERT/BLAUGEHÄMMERT

18 Kingtauben ( Vorjahr 10 )

Nicht nur in der Qualität, sondern auch in der Quantität hatte diese Farbschlagsgruppe erfreulicherweise wieder einiges mehr zu bieten als zur vorangegangenen BSS. Den fast kompletten „Ausfall“ des Vorjahres konnten die vorgestellten Kingtauben durch züchterisches Gegenwirken annähernd kompensieren. Der Weg in die richtige Richtung ist auf jeden Fall wieder eingeschlagen. Täuber mit männlicher Ausstrahlung sind wieder auf dem Vormarsch, wobei die breite Masse allerdings noch Nachholbedarf hat. Kurze Typen mit gerundeten Körperformen sowie korrekten Nacken-Bein-Linien sind bei passender Körperhaltung wieder vermehrt anzutreffen. Stimmt jetzt noch die gewünschte Größe und das angestrebte Gewicht, dann stehen die Täuber wieder vor einer positiven Zukunft. Die weiblichen Gegenstücke zeigten sich ebenfalls kurz und gut gerundet in den Körperproportionen. Auch eine schon sehr fest anliegende Federstruktur konnte mehrheitlich gefallen. Wünschenswert war bei beiden Geschlechtern ein tiefer getragenes Flügelschild. Auch auf mehr Substanz über dem Auge sollte vermehrt geachtet werden. Eine flache Scheitellinie ist nicht das angestrebte Zuchtziel. Ebenfalls verbesserungswürdig ist eine festere Schwingenlage. Je nach Auslegung wurde eine nicht ganz freie Schnabelhaltung als Wunsch, bei einem zu stark nach unten gesenkten Schnabel sogar als Mangel eingestuft. Die Zeichnungsbilder wurden bei beiden Farbenschlägen mehrheitlich positiv bewertet. Eine verwaschene Hämmerung sollte mittlerweile der Vergangenheit angehören.

BLAU MIT SCHWARZEN BINDEN

39 Kingtauben ( Vorjahr 43 )

Grundsätzlich können bei der Bewertung im Farbenschlag blau mit schwarzen Binden die höchsten Anforderungen an die Hauptrassemerkmale gestellt werden. Die gesamte Kollektion zeigte sich zum Vorjahr stark verbessert. Die richtungsweisenden Kingtypen im Bereich von 95 Punkten und mehr nehmen erfreulicherweise wieder zu. Dass es in diesem Farbenschlag definitiv einen Qualitätsschub gegeben haben muss, belegen die nur sehr wenigen unteren Noten. Züchterische Entwicklungen können nur dann vollzogen werden, wenn die Veranstaltungen des KCD besucht und sich über den aktuellen Zuchtstand informiert wird. Die Baustellen der Vorjahre kamen fast gar nicht mehr zum Tragen. Die Jungtäuber gefielen mit passender Körpergröße und blieben im gewünschten Rahmen. Sie wirkten nicht mehr so eckig und kantig wie in der Vergangenheit. Die Kopfpunkte zeigten uns überwiegend, dass es sich hier um männliche Kingtauben handelte. Entscheidend für eine volle und gut gerundete Unterlinie ist, dass schon bei der Auswahl der Elterntiere auf ein tief getragenes Brustbein geachtet wird. Dieses Rassekriterium der Ausgangstiere ist das A und O, um es an die Nachzucht weiterzuvererben. Sehr stark präsentierten sich die alten Täuber. Hier macht es Spaß, Kingtäuber mit männlicher Ausstrahlung gepaart mit der nötigen Eleganz zu begutachten. Lediglich ein schmaleres Schwanzgefieder und eine etwas festere Struktur der Kopffeder waren wünschenswert. Sehr ansprechend zeigten sich die jungen Täubinnen. Auch hier war klar zu erkennen, dass die geforderten Rasseeigenschaften auf dem Vormarsch sind. Harmonische und abgerundete Körperformen bei einem kurzen und schmalen Schwanzgefieder wussten zu gefallen. Eingezogene und nach hinten gelegte Hälse sind mittlerweile nicht mehr anzutreffen. Bei kompakten Halsaufbauten wurden feminine Gesichter mehrheitlich positiv bewertet. Hier und da gab es aber dennoch Wünsche an mehr Standhöhe sowie kräftigeren Ständern. Die alten Damen zeigten sich gewohnt solide. Eine Zuchtbasis für die nächsten Jahre sollte nach dieser BSS geschaffen worden sein. Erwähnenswert ist sicherlich noch das Halsgefieder. Waren eine raue Feder im Halsbereich ein ständig negativer Begleiter, so konnte diesbezüglich ebenfalls ein Zuchtfortschritt erzielt werden.

BRAUNFAHL-DUNKELGEHÄMMERT/BRAUNFAHL-GEHÄMMERT

6 Kingtauben ( Vorjahr 8 )

Sehr ansprechend zeigten sich auch in diesem Jahr die vorgestellten Kingtauben, ohne allerdings ein Spitzentier in ihren Reihen zu haben. Substanzvolle Körper sind in dieser Farbschlagsgruppe ausnahmslos anzutreffen. Bei richtungsweisender Körpertiefe stimmte eine korrekte Nacken-Bein-Linie allerdings nicht immer. Dieses „Problem“ sollte aber in den Griff zu bekommen sein. Auch ein kürzeres Schwanzgefieder ist von Vorteil. Die Kopfpunkte konnten mehrheitlich gefallen. Eine Geschlechtserkennbarkeit anhand der Kopfpunkte ist vorhanden. Auch eine korrekt gezeichnete Hämmerung des Flügelschildes konnte gefallen.

BRAUNFAHL MIT BINDEN

16 Kingtauben ( Vorjahr 8 )

Wie gewohnt präsentierte sich auch dieser Farbenschlag wieder mit richtungsweisenden Kingtauben. Mengenmäßig verdoppelte sich die Meldezahl erfreulicherweise wieder zum Vorjahr. Im oberen Drittel der Bewertungskarte waren Einträge wie kurz im Typ, kräftige Körperform, waagerechte Haltung und ansprechende Kopfpunkte mehrheitlich zu finden. Wünschenswert waren gerundete Unterlinien, eine bessere Flügelschildtiefe sowie annähernd waagerecht eingebaute Schnäbel und auch kräftigere Schnabelformen. Diesen Rasseattributen sollte in Zukunft wieder vermehrt Beachtung geschenkt werden, um den stetig steigenden Leistungsstand weiter zu optimieren. Kingtauben mit eingezogenen Halspartien und stark abfallende Körperhaltungen sollten nicht mehr für den Ausstellungskäfig vorgesehen werden. Sie erhalten Einträge in der Mängelspalte und sind für eine positive Zuchtausrichtung nicht hilfreich. Mit der Augenfarbe gibt es seit dem EE-Standard keine Probleme mehr. Ebenfalls keine Probleme gibt es in diesem Farbenschlag an der farblichen Beschaffenheit sowie einer getrennten und durchgehenden Bindenführung. Hier und da wäre ein glattes Halsgefieder ohne Spalten jedoch von Vorteil.

INDIGO-DUNKELGEHÄMMERT

3 Kingtauben ( Vorjahr 4 )

Die Indigofarbenen gingen in diesem Jahr nur in der Zeichnungsvariante in indigo-dunkelgehämmert an den Start. Sie zählen sicherlich zu den anspruchsvollsten aber auch zu den ansehnlichsten Farben in der großen Farbpalette des KCD. Die vorgestellten Kingtauben zeigten in diesem Jahr leider Licht und Schatten. Einem alten Täuber wurde ein Bewertungsurteil im oberen sg-Bereich zugesprochen. Bei einer volleren Unterbrust hätte die Punktzahl hier durchaus höher ausfallen können. Die beiden Jungtäubinnen konnten nicht überzeugen. Ein stark eingezogener Hals, eine fehlende Stirnfülle, ein substanzarmer Schnabel sowie schon arg flache Flügelschilder sind negative Eigenschaften, die für ein positives Bewertungsurteil leider nicht reichen. Die blaue Grundfarbe stimmte aber bei allen vorgestellten Kingtauben. Die Abgrenzung der Hämmerung ist bei den dunkelgehämmerten Kingtauben nicht so scharf wie bei den gehämmerten.

ANDALUSIERFARBIG SPALTERBIG

8 Kingtauben ( Vorjahr 7 )

In diesem in der Farbgebung sehr imposanten Farbenschlag zeigt die Formkurve weiterhin stetig nach oben. Die Meldezahl zum Vorjahr blieb konstant. Neben der Spalterbigkeit ist es eine züchterische Herausforderung, die schwierige farbliche Beschaffenheit zu erlangen. Um diesen Anreiz in Einklang mit den geforderten Hauptrassemerkmalen eines modernen Kingtyps zu bringen, ist Geduld und Ausdauer bei den Züchtern gefragt. Die schwarz-blaue Gefiederfarbe ist in unserem Bezirk weiterhin im grünen Bereich. Auch die Grundfarbe ist nicht mehr so unterschiedlich wie in der Vergangenheit. Geschlechtsgebunden sind die Täubinnen stets etwas dunkler in der Schildfarbe. Ein dunkelblaues Flügelschild mit deutlich erkennbarer Säumung ist aber ein unbedingtes MUSS. Das Problem ist, das dieser Farbenschlag nicht reinerbig zu züchten ist. Stimmen Typ und das farbliche Anforderungsprofil überein, dann steht einer hohen Bewertungsnote nichts mehr im Wege. Den aufstrebenden Zuchtstand stellten die vorgestellten Kingtauben fast ausnahmslos unter Beweis. Gerundete Körperformen mit typischer Verjüngung und korrekten Nacken-Bein-Linien sind vorhanden. Auch die Kopfpunkte mit freien und gut sichtbaren Augenrändern, kräftigen Schnabelformen und orange roter Augenfarbe gefallen in der Breite. Rosteinlagerungen im Brust- und Bindenbereich treten nicht mehr auf. Eine fest anliegende Struktur der Feder war beispielhaft.

VIELFARBIG

1 Kingtaube ( Vorjahr – )

Sicherlich findet man in der Geschichte des KCD Bez. 5 nicht allzu viele Kingtauben, die im Farbenschlag vielfarbig bei den BSS präsentiert wurden. Ein Rückblick auf die jüngere Vergangenheit lässt diesen in der Farbgebung sehr interessanten Farbenschlag gänzlich vermissen. Umso erfreulicher war es, das in diesem Jahr wenigstens ein Vertreter den Weg zur BSS gefunden hat. Das Hauptaugenmerk bei den farblichen Eigenschaften muss auf eine möglichst gleichmäßige Spritzerzeichnung gelegt werden. Diese waren bei dem gezeigten Jungtäuber ausreichend vorhanden. Einige „Schwachstellen“ gab es an den geforderten Rassemerkmalen. Ein stark ausgebauter Nacken konnte nicht gefallen. Wünschenswert war eine ausgewogenere Körperhaltung. Auch der Schnabeleinbau sollte annähernd waagerecht sein. Die Körpergröße konnte bei passender Körperkürze aber positiv bewertet werden. Ein schmales Schwanzgefieder konnte ebenfalls gefallen.

GOLDDUN

1 Kingtaube ( Vorjahr 1 )

Nach der Premiere der vorangegangenen BSS wurde in diesem Jahr erneut eine richtungsweisende Jungtäubin im Farbenschlag golddun vorgestellt. Eine waagerechte Körperhaltung, die geforderte Nacken-Bein-Linie und eine tropfenförmige Körperverjüngung stellen nun mal das Grundgerüst für ein positives Bewertungsurteil dar. Diese Eigenschaften konnte die gezeigte Jungtäubin eindrucksvoll vorweisen. Bei der Handbewertung bestach sie zudem mit dem angestrebten Körpergewicht. Eine sehr fest anliegende Feder rundete einen sehr guten Gesamteindruck ab. Mehr Substanz über dem Auge hätten ihr aber ebenso gut zu Gesicht gestanden wie eine etwas kürzere Schnabelform. Im Farbenschlag golddun ist die Farbe aufgehellt mit gelblichen Anflug auf der Brust, der sich bis in das Bauchgefieder fortsetzt.

ROTGETIGERT

1 Kingtaube ( Vorjahr – )

Nach einigen Jahren der Abstinenz wurde erfreulicherweise wieder einmal eine Kingtaube im rotgetigerten Farbenschlag vorgestellt. Kennen wir die „Typen“ aus der Vergangenheit eher mit langen und flachen Körperformen sowie breiten Schwanzaufbauten, so wurde hier in puncto Typausrichtung ein deutlicher Zuchtfortschritt erzielt. Sicherlich ist die Zuchtbasis in diesem Farbenschlag nicht allzu groß. Durch die Hinzunahme von qualitativ hochwertigem Zuchtmaterial aus dem einfarbigen roten Farbenschlag sollte definitiv eine Weiterentwicklung zu erzielen sein. Die Körperform der gezeigten Jungtäubin zeigte eindeutig in die gewünschte Richtung. Auch im Halsaufbau, in Flügelschildtiefe sowie den angestrebten Kopfpunkten gab es Pluspunkte. Ein dicker Wunsch war lediglich die Farbverteilung. Die großzügige Bewertung der Zeichnung lässt aber auch hier auf Zuchtfortschritte hoffen.

GELBGETIGERT

1 Kingtaube ( Vorjahr – )

Der gelbgetigerte Farbenschlag ging in diesem Jahr ebenfalls mit einer Vertreterin ins Rennen. Bleibt auch hier zu hoffen, dass Kingtauben aus diesem Farbenschlag in Zukunft wieder des Öfteren bei der BSS im KCD Bez. 5 anzutreffen sind. Eine weitere im Typ sehr annehmbare Jungtäubin konnte gefallen. Parallel zum rotgetigerten Farbenschlag war das zurzeit züchterisch machbare klar zu erkennen. Die Richtung stimmte. Da die Zuchtbasis in diesem Farbenschlag ebenfalls sehr schmal ist, bietet der gelbe Farbenschlag auch hier eine Plattform, typorientierte Ausgangstiere zur Weiterentwicklung einzubauen. Die Förderung dieser Farbenschläge ist unumgänglich, wollen wir in Zukunft nicht ganz auf sie verzichten. Eine bessere Zeichnung über dem ganzen Körper war aber auch dieser Jungtäubin zu wünschen. Durch die zuchtstandsbezogene Bewertung wurde ihr ein Bewertungsurteil im sg-Bereich zugesprochen. In diesen Farbenschlägen gilt es, mit Geduld und Ausdauer dem angestrebten Zuchtziel immer ein Stück näher zu kommen.

SCHWARZGETIGERT/SCHWARZGESCHECKT

32 Kingtauben ( Vorjahr 38 )

Mit konstant guten Meldeergebnissen bereichern diese beiden Farbenschläge die BSS im KCD Bez. 5 in jedem Jahr aufs Neue. Neben den hohen Anforderungen im Typ ist es eine züchterische Herausforderung, diese mit der richtigen Zeichnung in Einklang zu bringen, um absolute Spitzenprodukte im Käfig präsentieren zu können. Durch die zuchtstandsbezogene Bewertung der Schwanz- und Schwingenzeichnung bei den Gescheckten haben diese Farbenschläge definitiv an Qualität dazugewonnen. Die Spitze rückt zusammengefasst in beiden Kollektionen immer näher zusammen. Der Kreis an Kingtauben mit erheblichen Defiziten im Typ ist erfreulicherweise wesentlich kleiner geworden. Kingtauben mit breiten Schwanzformen, stark ausgebauten Hinterköpfen und abfallenden Körperhaltungen können daher allerdings weiterhin ebenso wenig bestehen wie Kingtauben mit einem sehr unruhigen Käfigverhalten. Auch diese Schwachstellen gilt es auszumerzen. Eine unzureichende Gesamtgröße ( gerade bei den 1,0 ) schließt ebenfalls von einem positiven Bewertungsurteil aus. Zwei entscheidende Rasseattribute konnten aber noch im Wunschbereich behandelt werden. Auf mehr Körperkürze ist zu achten. Auch der Wunsch nach mehr Unterbrustfülle musste mehrfach im mittleren Teil der Bewertungskarte „angemahnt“ werden. Zudem ist hier und da eine festere Struktur der Augenrandbefiederung wünschenswert. Die herausgestellten Spitzentiere verkörperten unübersehbar den hohen Zuchtstand. Den nachrückenden Kingtauben im Bereich von 95 Punkten fehlten nur Nuancen für eine höhere Benotung.

BLAUSCHIMMEL MIT SCHWARZEN BINDEN

4 Kingtauben ( Vorjahr 2 )

Dieser in der Farbgebung sehr ansehnliche Farbenschlag konnte auch in diesem Jahr an seinen ununterbrochenen hohen Zuchtstand aus den früheren Zeiten noch nicht wieder ganz anknüpfen. Nicht nur die Meldezahlen schwanken, auch das vorgestellte Tiermaterial konnte in der jüngeren Vergangenheit nicht immer vollends überzeugen. Zu sehr streuten die vorgestellten Typen. Bei dieser BSS war allerdings wieder ein deutlich sichtbarer Aufwärtstrend zum Vorjahr zu erkennen. Die angestrebten Körperrundungen kamen bei passender Körpergröße wieder besser zur Geltung. Neben einer ausgewogenen Körperhaltung stimmte auch die Frontbreite bei allen vorgestellten Kingtauben. Einträge in der Wunschspalte gab es wegen einem besseren Verlauf der Nackenlinie sowie für mehr Standhöhe. Die Federbeschaffenheit war in diesem Jahr nicht mehr ganz so weich wie in den Vorjahren. Die Gleichmäßigkeit der Schimmelung über den ganzen Körper war richtungsweisend.

AOC-KLASSE

10 Kingtauben ( Vorjahr 11 )

In der AOC-Klasse sollen nur Kingtauben vorgestellt werden, die den Typ in einem hohen Maße verkörpern, deren Farbe aber nicht in der großen Farbpalette des KCD anerkannt ist. Grundvoraussetzung ist aber eine farbliche Beschaffenheit einer im deutschen Rassetaubenstandard anerkannten Farbe. Die Suche nach der passenden Farbbezeichnung gestaltet sich bei der Meldung oftmals als sehr schwierig. Irgendwelche undefinierbaren farblichen Zufallsprodukte, bei denen mit viel Phantasie nach der richtigen Farbbezeichnung gesucht wird, genügen nicht den Anforderungen dieser Klasse. Da hilft auch der beste Typ nichts, denn auch die AOC-Klasse hat irgendwo ihre Grenzen. Wenn auch die Priorität dieser Klasse absolut im Typ liegt, sollte die Ausrichtung für ein richtungsweisendes Bewertungsergebnis aber schon mit einer anerkannten Farbe in Einklang gebracht werden. Die Suche nach der passenden Farbbezeichnung war bei dieser BSS aber nicht das Problem. Gemeldet wurde unter den Farbbezeichnungen in silber ( reinerbig andalusierfarbig ), braunfahlschimmel und grizzle. In der Vergangenheit wurden hier immer wieder richtungsweisende „Typen“ präsentiert. Auch in diesem Jahr waren wieder einige vielversprechende Vertreter unter ihnen zu finden, aber keiner, der den Sprung bis nach ganz vorne schaffen konnte. Die Farbe der reinerbig andalusierfarbigen Tauben ist mittlerweile im deutschen Rassetaubenstandard anerkannt. Kingtauben werden ab der Schausaison 2020 unter der Farbbezeichnung „AOC hell andalusierfarbig“ im KCD gemeldet und ausgestellt.

Das Fazit einer sehr harmonisch verlaufenden BSS fällt durchaus positiv aus. Das Tiermaterial konnte in vielen Farbenschlägen einen deutlichen Qualitätssprung vorweisen. Nur wer die Veranstaltungen des KCD besucht, sich über die Neuerungen und Änderungen rund um die Kingtaubenzucht informiert, kann mitreden und die eigene Zucht positiv ausrichten.

Im Namen des Vorstandes möchte ich mich ganz herzlich bei meinen beiden Sonderrichterkollegen Herbert Saliter und Konrad Huber bedanken. Nach dem kurzfristigen und krankheitsbedingten Ausfall von Wilfried Brinkmann haben wir dessen Bewertungsauftrag aufgeteilt, um eine zuchtstandsbezogene Beurteilung in allen Farbenschlägen weiterhin zu gewährleisten. Einen gleichwertigen Ersatz im sehr eng terminierten Ausstellungskalender zu dieser Jahreszeit zu finden, gestaltete sich als sehr schwierig. Ebenfalls bedankten möchte ich mich für die sehr harmonische Atmosphäre und das kameradschaftliche Verhalten während der Bewertung. Leider ist unser geschätzter Zuchtfreund Wilfried Brinkmann in der Zwischenzeit für immer von uns gegangen.

Die Verbundenheit zu unseren Kingtauben erhöht die Lebensqualität in dieser sehr schwierigen Zeit um einiges. Bleibt bitte alle gesund und auf ein baldiges Wiedersehen-egal bei welcher Veranstaltung auch immer.

Warendorf im April 2020

Marcus Drewes – Sonderrichter im KCD und Zuchtwart im KCD Bez. 5

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