11.VDT-Meeting / Kassel 2018

Eine Veranstaltung die durchaus ihren Stellenwert hat!

Am Samstag folgten unsere beiden Zuchtwarte, einige Mitglieder und ich der Einladung des VDT zum 11.Meeting nach Kassel. Einer durch Götz souverän geführten Jahreshauptversammlung am Vormittag, folgte am Nachmittag eine Vortragsreihe mit anschließender Diskussionsrunde über die Gesunderhaltung unserer Rassetauben. Dr. Susanne Thiel und Dipl. Vet. Ing. Lutz Wudtke referierten über die Anatomie des Verdauungstraktes und dem Immunsystem er Tauben. Den Referenten zu folgen, viel einigen nicht so leicht. Beeindruckend fand ich die Ausführungen von Herrn Wudtke, der in Wort und Bild die Lernfähigkeit des Immunsystem beschrieb, und von dem Wasser als Lebensmittel bezeichnet wurde, welches durch jegliche Zusätze diesen Status verliert. Zusätze und Mittelchen haben darin nichts verloren. Täglich, am besten mehrmals, frisches Wasser, macht vielen Erregern den gar aus. Genauso wie sich charakterliche Eigenschaften vererben, lernt und verändert sich auch das Immunsystem über Jahre und Generationen. Altersphasen der Tauben spielen hierbei eine sehr große Rolle. Für Herrn Wudtke ist die Jungtaubenkankheit keine Krankheit, sondern eine Verkettung von Schwächen im Immunsystem, die sich in rückläufigen Zeiträumen und Generationen aufgebaut haben.

Die folgende Podiums-Diskussionsrunde, der ich auch angehörte, hätte ich auch nach 5 Minuten wieder verlassen können. Diese Diskussion musste zwar so geführt werden, verfehlte aber das Thema.  Mein Eindruck war, dass ein Großteil der anwesenden Züchter von den Podiumsmitgliedern nur in Erfahrung bringen wollten, wann es den endlich einen Impfstoff gegen die Jungtauben(krankheit) gibt, um weiterhin ungehindert der Jagd nach 96 und 97 Punktetiere ohne großartige Veränderungen nachgehen zu können. Auskunft hätten hier nur promovierte Doktoren oder Wissenschaftler geben können. Eigentlich Schade und Thema verfehlt, aber mit einer Diskussion über die Gesunderhaltung der Rassetaube, hatte das leider nichts zu tun.

Ein für mich fantastisches Schlusswort führten zwei zuhörende Züchter, die daran appelliert, dass sich jeder Züchter einmal selbst hinterfragen sollte, ob er für die Zucht die richtigen Elterntiere selektiert. Nicht immer ist ein 96/97-Tier, auch ein sehr gutes Zuchttier mit den entsprechenden Erbanlagen und einem starken Immunsystem.

Fazit für mich ist, dass mein Aufwand, zur Gesunderhaltung meiner Zucht- und Ausstellungstiere sicherlich sehr groß ist, aber genau den Ausführungen von Dipl. Vet. Ing. Lutz Wudtke entspricht.

Andreas Gehrmann

1.Vorsitzende King-Club Deutschland

 

 

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